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Das Reisen und der Alltag

Social profiles

Man kann nicht mit und nicht ohne das andere Geschlecht. Eine Aussage, dem nur wenige Wiedersprechen. Sonst herrscht reger Diskussionsbedarf zwischen Mann und Frau. Denn sie unterscheiden sich nicht nur sehr in den Geschlechtsorganen, sondern auch in anderen Eigenschaften.

Paare im Kontrast der Klischees
Wer kennt die Klischees nicht, die über Männer und Frauen erzählt werden? Wer in einer Beziehung lebt, hat bestimmt schon so manche Klischees gehört und vielleicht auch schon in der Realität selbst erlebt.

Einer der bekanntesten Klischees ist, dass Frauen einen deutlichen höheren Gesprächsbedarf haben, als Männer. Mmmmh ………………… Klar, wir Frauen haben sonst nichts zu tun. Es ist aber offiziell und wissenschaftlich in einer Studie der Soziologin Dianne Hale bestätigt: Frauen sprechen mit durchschnittlich 23000 Wörtern am Tag doppelt so viel, wie Männer. Ok, soweit so gut. Nehmen wir Frauen es mal sportlich. Denn Neurologen haben auch herausgefunden, dass es am Sprachzentrum liegt. Bei Frauen ist es größer und auf beide Gehirnhälften verteilt. Dem Sprachzentrum des Mannes reicht bereits ein merklich kleinerer Platz in einer Gehirnhälfte aus. Soweit zu Genetik, die bestätigt ist. Über den Rest diskutieren die Forscher noch fröhlich.

Einen ganz anderen, dennoch gewaltigen Haufen an Klischees zwischen Mann und Frau macht das soziale Umfeld aus. Muss wohl an der Langeweile mancher Menschen liegen. Anders lassen sich mir manche Klischees nicht erklären. Kennt ihr das Klischee, dass Männer nicht weinen dürfen? Tja, irgendein Spezialist aus der Steinzeit hat da mal so eine Aussage aufgestellt. Hält sich erstaunlich lange, oder? Seien wir mal ehrlich, als Frau freuen wir uns ja, beschützt zu werden, einen starken Mann an der Seite zu haben zum Anlehnen, aber nicht weinen dürfen? Ich meine, gut, wegen eines Mückenstiches braucht noch keine Träne vergossen werden, aber gar keine einzige Träne? Nicht einmal, wenn wir traurig sind und uns durch sein mitleiden trösten möchte? Liebe Männer, mal unter uns, aber viele Frauen haben nichts dagegen, wenn ein gesunder Mittelweg gegangen wird. Also nicht gleich wegen jeder Kleinigkeit in Tränen ausbrechen, aber es dürfen wirklich alle Gefühle mal gezeigt werden.

Ach noch so ein Klischee, wenn wir mal gerade bei den Männern sind: Männer können nicht zuhören. Es mag Männer geben, auf die diese Aussage mehr als 1000% zutrifft. Bei den meisten allerdings nicht. Sie hören zu. ???? Ich habe an dieser Stelle auch Fragezeichen auf der Stirn stehen. Mehr als nur eins. Aber es ist tatsächlich so. Männer hören zu. Eines der häufigsten Probleme an der Sache ist aber nur, dass Männer die Kernaussage nicht verstehen, die wir Frauen mitteilen wollen. Macht das Gehirn nicht mit. In solchen Fällen wurde während der Zeugung vergessen, das männliche Gehirn das weibliche Denken als Zusatzpacket mitzugeben. Nein, Scherz. Während die meisten Frauen in ihren Mitteilungen sehr Detailgenau sind, mögen Männer lieber kurze, klare Aussagen. Am besten Informationen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. Wie eine Checkliste, die sich abhacken lässt. Muss Essen gekocht werden? Kommt beste Freundin mit Freund zum Kaffee? Obwohl ich das im Hinterkopf habe, könnte ich manchmal auch auf die Palme hoch. Wie oft hat man als Frau dabei das Gefühl, etwas vergessen zu haben oder nicht ernst genommen worden zu sein?

Ein anderes Klischee: Frauen können nicht Rückwärts einparken. Viele Frauen haben damit Schwierigkeiten. Zahlreiche Männer aber auch. Ich gebe es ja zu, bei Frauen ist es auffälliger. Lässt sich allerdings leicht mit zwei Worten begründen: Räumliches Denken. Bei Männern ist das Räumliche Denken ausgeprägter als bei Frauen. Daher fällt es dem starken Geschlecht leichter, das Auto Rückwärts in eine Parklücke zu bekommen. Sticheleien sind da nicht immer hilfreich. Auch wenn es manchmal lustig aussieht …

Und brauchen Frauen wirklich länger im Badezimmer? Nivea hat 2014 eine Umfrage gestartet. Dort kam heraus, dass morgens Frauen 38 Minuten und Männer 27 Minuten bräuchten. Im Durchschnitt. Aber wen wundert das? Mich nicht wirklich. Denn, schauen wir mal ins Detail? Im Normalfall fällt bei den Männern das Schminken weg. Die meisten Männer haben auch keine langen Haare, die richtig gebürstet und etwas frisiert werden müssen (auch wenn es nur ein „einfacher“ Zopf ist). Das Rasieren lasse ich mal unter den Tisch fallen. Männer enthaaren sich im Gesicht, Frauen an den Beinen. Schenkt sich also nichts. Das heißt, was sind nun also 11 Minuten unterschied für Schminken und Haare machen? Männer, freut euch doch. Mehr Zeit für euch, um in Ruhe noch eine Tasse Kaffee zu trinken.

Gegensätze ziehen sich an
Nicht umsonst heißt es immer wieder, dass Gegensätze sich anziehen. Wie geht es euch mit den Klischees? Was habt ihr für Erfahrungen mit typisch Mann und typisch Frau? Erzählt mal …

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