Ketogene Diät

auch bekannt als

anabole Diät

Die Ketogene Diät dient nicht nur zur Reduzierung des Gewichts. Sie wird ebenso von Sportlern zum Aufbau von Muskulatur eingesetzt. Jedoch wird diese Ernährungsform auch als Therapieform verwendet. Bevorzugt wird diese Diät bei Kinder, die unter Pharmaka resistenter Epilepsie mit Glukose – Transportstörungen leiden, eingesetzt. Es konnte beobachtet werden, dass bei den meisten Kindern, die sich Ketogen ernährten, die Häufigkeit an epileptischen Anfällen deutliche Minimiert werden konnte. Auch bei Menschen mit Krebs konnte durch diese Form der Ernährung Veränderungen festgestellt werden. Die Krebszellen „verhungern“ durch Entzug der Energiegrundlage. Auch bei einigen anderen Krankheitsbildern konnte durch diese Art des Essens positive Erfolge verzeichnet werden.

Grundsätzlich sollte diese Diät nur von einem behandelnden Arzt des Vertrauens verordnet und in regelmäßigen Abständen überwacht werden.

Als Therapieform erstreckt sich die ketogene Diät in der Regel über 2 Jahre. Wer sich jedoch dafür entscheidet, mit dieser Form Gewicht zu reduzieren, sollte sich über Folgendes im Klaren sein: Die ketogene Diät erstreckt sich auf einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten. Dafür ist ein halbes Kilogramm Verlust in der Woche möglich.

Wie funktioniert die ketogene Diät?

Bei der ketogenen Diät handelt es sich um eine sehr fettreiche Kost. Die Kohlenhydrate werden stark reduziert. Der Körper bezieht seinen Energiebedarf nicht mehr aus Fett UND Glukose. Sondern nur noch aus Fett und dem daraus im Körper aufgebauten Ketogenkörpern als Glukoseersatz. Wenige Tage nach Umstellung auf diese Ernährungsform stellt sich die Ketose ein, der sogenannte ketogene Stoffwechsel bzw. Hungerstoffwechsel.

Zunächst wird der Anhaltswert für die Proteinwert bestimmt. Als ungefähre Daumenregel gilt hier: Täglich 1g Proteine pro Kilogramm Eigengewicht. Daraus ergibt sich die ketogene Ratio. In der Regel ist diese im Verhältnis von 4:1 angesiedelt. Das heißt 80 % des Kalorienbedarfs werden durch Fette und 20 % durch Proteine und sonstige Kohlenhydrate abgedeckt. Bei 1800 kcal Energiebedarf sind das 1440 kcal (160 g) Fett und 360 kcal (60g) aus Proteine und Kohlenhydrate.
Begonnen wird indem die Kalorienzufuhr fast komplett auf null gesetzt wird. Es sind lediglich höchstens 30 g Kohlenhydrate erlaubt. Der Körper stellt sich auf die Ketose um. Die Ketonkörper, welche für die Ketose verantwortlich sind, sind mithilfe von Teststäbchen im Urin nachweisbar. Danach darf auf die errechnete Ratio gesteigert werden. In dieser Zeit wird viel getrunken. Bis zu 5 Liter Wasser sind Ratsam, um überflüssige Ketone aus dem Körper zu spülen.

Die Mahlzeiten bestehen in der Regel aus drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Hauptbestandteil der Fettzufuhr besteht aus Fisch, Nüssen, Oliven, Avocado, Eier und Milchprodukte. Ebenso verschiedene Salatsorten, Rohkost, Paprika, Blumenkohl, Rote Beete, usw. Nicht empfehlenswert sind stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln, Mais, Bohnen, aber auch Lebensmittel mit sehr hohem Zuckeranteil wie Schokolade. Einmal in der Woche wird Erwünscht, einen Refeed-Tag einzulegen. An diesem Tag darf alles verzehrt werden, was das Herz begehrt. Doch Vorsicht ist geboten, bei starker Übertreibung, geht die gebildete Ketose verloren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.