Persönlichkeit

Das Lebensrad – Sich selbst entdecken

Wer sich mit der Entwicklung von Persönlichkeiten und Selbstfindung befasst stößt früher oder später auf das Lebensrad. Seit einigen Jahrzenten wird das Wheel of Life in den Bereichen des Coachings und Beratung verwendet. Ziel ist es, den momentanen persönlichen Stand zu erkennen, sowie Ziele und Prioritäten zu definieren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es sich zu einem beliebten Tool entwickelt hat, wenn es um Selbstwahrnehmung, Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung geht.

Interessant ist, dass das Lebensrad ihren Ursprung in buddhistischen Lehren findet.

Das Leben in Balance

Das Rad des Lebens wird auch Balance-Rad genannt. Das liegt daran, wenn ein Ungleichgewicht im Leben entstanden ist. Meist dadurch hervorgerufen, weil nur ein Lebensbereich volle Aufmerksamkeit erhält, andere (wichtige) Bereiche aber vernachlässigt werden.

Der Aufbau des Lebensrads

Die Grundlage bildet ein Kreis mit 6 bis 8 Kategorien aus dem Leben. Die Bereiche werden ganz individuell ausgewählt, denn nicht jeder ist gleich.

Die Bereichen des Lebensrads sind:

Gesundheit: Der aktuelle Gesundheitszustand wird ermittelt. Wieviel Zeit wird in die eigene Gesundheit gesteckt. Fühlt man sich Fit oder Matt. Wie ist das Schlafverhalten und ob Sport getrieben wird.

Umfeld: Hier wird das private und das berufliche Umfeld berücksichtigt. Macht das Umfeld glücklich oder fühlt man sich eher gestresst. Wie ist es mit den Nachbarn, Verwandten oder Kollegen?

Karriere: Wie wichtig ist einem selbst die Karriere. Wieviel Zeit wird darin investiert und ist es wichtig für den sozialen Status?

Beziehungen: Das ist der Bereich, der zwischenmenschlichen Beziehungen. Das heißt im gleichen Verhältnis von Mitmenschen und Partnerschaft. Wie wichtig ist der Kontakt zu anderen Menschen und die Qualität. Aber auch die Familie ist Teil der Beziehungen.

Persönliches Wachstum: Welche Träume gibt es und wie möchte man sich selbst verwirklichen? Gibt es Zeit dafür und wie lassen sich die Ziele erreichen?

Geld: Wie ist die eigene Einstellung gegenüber Geld? Ist es wichtig? Gehört Geld zum sozialen Status? Gibt es Ziele, die mit Geld erreichbar sind?

Kreativität: Wie ist die kreative Veranlagung und wird diese gefördert? Wie wird die Kreativität für das Erreichen der eigenen Ziele genutzt?

Freizeit: Ist genug Freizeit vorhanden? Gibt es Hobbies die ausgeübt werden oder etwas, das schon längst gern wieder getan werden soll?

Dies sind nur die gängigsten Bereiche. Häufig werden alle acht angewandt. Manchmal werden auch nur Teilbereiche benötigt. Allerdings gibt es auch noch andere Kategorien, die immer wieder hinzugenommen werden. So zum Beispiel der Lebensstil, der psychische Zustand oder Emotionen. Aber auch Wohnsituation, Lebensfreude, Selbstwert, Sinnfindung, Freiheit / Unabhängigkeit, Flexibilität, Sicherheit / Stabilität, Ruhe und Gelassenheit, persönliche Entwicklung / Lernbereitschaft, Ernährung, Durchhaltevermögen, Kontaktfreude, Problemlösungskompetenz, Selbstbild / Selbstverwirklichung, Kommunikationsfähigkeit

Wann wird das Lebensrad eingesetzt?

Das Rad zeigt, worauf zur Zeit der Fokus liegt. Deckt gegebenenfalls die eigentlichen Ziele auf. Aber auch bei grundlegenden Fragen hilft es weiter. Was ist der Sinn des Lebens und wie wird man zufriedener? Es hilft nicht nur in Krisen, sondern auch bei psychischen Erkrankungen und Störungen wie Depressionen. Damit das Leben wieder in Balance kommt, sollten alle Kategorien betrachtet werden. Was aber nicht davon abhalten soll, nur einzelne Bereiche für sich zu betrachten.

So funktioniert es:

Zunächst werden die wichtigsten Bereiche genannt. Kategorien, die für einen vermeintlich wichtig sind. Auch nicht mehr als 8 Stück. Diese Berieche werden um das Lebensrad herum eingetragen. Nun heißt es einzutragen, wie zufrieden man in welchem Bereich ist. Die Mitte ist 0 und außen 10. Dabei steht das Zentrum für sehr unzufrieden. Um die Werte besser wirken lassen zu können, werden die markierten Bereiche ausgemalt. Gibt es Bereiche die Stark ausschlagen oder ist alles gleichmäßig?

Auswertung:

1 – 4 Punkte:

Ein sehr unzufriedener Bereich. Ist der Bereich überhaupt wichtig und lässt sich die Zufriedenheit steigern?

5 – 7 Punkte:

Die Zufriedenheit ist mehr oder weniger vorhanden. Aber es ist noch deutlich Potenzial nach oben da. Wie lässt sich das realisieren?

8 – 10 Punkte:

In dieser Kategorie herrscht die Zufriedenheit. Die Kunst ist es, diese zu Halten bzw. kleine Stellschrauben zu drehen um sie noch etwas zu erhöhen.

Das Ergebnis zeigt, welche Bereiche bisher stark vernachlässigt worden sind. Es ist nicht schwer, in einem Bereich gut zu sein, schwerer wird es, das Gesamtbild zu erreichen. Denn alle Kategorien greifen ineinander, sind voneinander abhängig.

Die verwendete Zeit und der momentane Stand verraten, welche Bereiche neu ausgerichtet werden müssen, um erfolgreicher, glücklicher und zufriedener zu sein.

Wie verbessere ich mich nun?

Dazu muss klar sein, warum ein Bereich eine niedrige Punktzahl erreicht hat. Im nächsten Schritt kommt das Bewusstsein, wie viele Punkte in der Kategorie überhaupt erwünscht sind und bis wann diese erreicht sein sollten. Haben mehrere Kategorien eine niedrige Punktzahl stellt sich die Frage, welcher Bereich als erstes bearbeitet werden soll. Ganz wichtig sind dann die Schritte, wie das Ziel erreicht werden soll und dann auch umzusetzen.

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