Alles Kolumne oder was?

Ich liebe Kolumnen. Meistens ist diese Liebe der einzige Grund, weshalb ich eigentlich Magazine lese oder sogar kaufe. Ja, im Ernst. Den Reiz dahinter zu verstehen ist aber nicht einfach. Muss man solche Liebhabereien überhaupt verstehen? Für mich persönlich sind es wenige Momente, in denen ich Einblicke in andere Gedanken bekomme. Eine Möglichkeit, meinen eigenen Blickwinkel zu bestätigen oder sogar zu verändern. Eine Form, die in jeglicher Hinsicht bereichern kann.

Was ist eine Kolumne?

Das Wort Kolumne leitet sich vom lateinischen columna ab. Säule, Stütze – Eine Übersetzung, die im übertragenen Sinn stimmig ist. In der Presse wird die Kolumne in Spalten aufgeteilt. Manche Herausgeber haben nur kleine eine kleine Spalte, andere in Din A 4 – Format. Aber immer in Spalten. Daher wird auch von Kolumnen im Drucksatz gesprochen. Zusätzlich steckt in jeder Veröffentlichung die eigene Meinung und Wahrnehmung des Schreibers drin. Die Kernaussage des Herausgebers kann damit gestützt werden. Flippig, locker oder doch ernsthaft, seriös? Der Kolumnist hat die Möglichkeit, mit seinen Worten die gewünschten Leser anzulocken oder eben abzuschrecken.

In einer Kolumne schreibt der Verfasser seine Geschichte. Seine Meinung zu etwas; einem persönlichen Ereignis; zu etwas erlebten. Damit ist es eine Unterform des Kommentars. Der eigentliche Kommentar spiegelt auch die eigene Meinung wieder; ist die persönliche Stellungnahme auf eine Frage oder Ereignis. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Im Kommentar gibt es ein Fazit. Warum entscheide ich mich gegen etwas? Warum bin ich für etwas? In einer Kolumne fehlt das Schlusswort, wird durch die erzählte Geschichte dahinter lebendiger.

Beiträge, mit Unterhaltungswert?

Kolumnen gibt es zu allen möglichen Themen. Reisen, Essen, Elternsein, sogar zu politischem. In aller Regel hat ein Kolumnist schnell sein Steckenpferd gefunden. Meistens merkt man dies dann am Unterhaltungswert und am Interesse der gewünschten Zielgruppe. Das heißt aber nicht, dass die Leserschaft immer die gleiche Meinung teilt. Denn neben der Frage, ob man sich mit dem Verfasser in irgendeiner Art identifizieren kann kommt noch ein anderer entscheidender Aspekt hinzu. Denn letztlich ist die Kolumne nur ein Blickwinkel von etwas Erlebtem.

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